Wein ist Geschichte, ist Philosophie, ist Kulturgut!

In 5. Generation führt Florian von Stepski-Doliwa das Weingut Rechsteiner in Italien mit Leidenschaft für die Familientradition und erlesene Weine.

Mit den Dolomiten im Norden, den endlosen Stränden der Adriaküste, der weiten Po-Ebene, dem malerischen Gardasee und der wunderschönen Lagu- nenstadt Venedig ist Venetien eine der abwechslungsreichsten Regionen Italiens. Auf diesem bezaubernden Flecken Erde weitet sich das idyllische Weingut Rechsteiner über knapp 50 Hektar in der Landschaft aus. In einer der geeignetsten Regionen des gesamten Piave-Anbaugebietes, werden die Weinreben mit außergewöhnlicher Sorgfalt und dem Bewusstsein bewirtschaftet, dass nur aus hochwertigen und gesunden Trauben hervorragende Weine gekeltert werden können.

„Die besonderen pedoklimatischen Ge- gebenheiten unserer Weinfelder bieten die beste Voraussetzung zur Produktion sowohl strukturierter Rotweine, als auch fruchtig eleganter Weißweine“, sagt Florian von Stepski-Doliwa. Der Ur-Urenkel des Gründers des seit 1881 in 5. Generation in Familienbesitz befindlichen Weinguts lässt zufrieden den Blick über die Rebstöcke schweifen. „Zudem betreiben wir Anbau nach dem Sylvoz-Erziehungssystem, so dass wir eine Bestockung von 4.500 Reben pro Hektar und Erträge von 90 dz/ha nicht überschreiten. Dadurch gewährleisten wir eine hohe Konzentration an Polyphenolen, die dem Wein seine intensiven Aromen und die vollmundige Komplexität verleiht. Wein ist schon eine ganz besondere Wissenschaft für sich!“

Dabei versucht Florian von Stepski-Doliwa Tradition und Moderne in Einklang zu bringen. Mit modernen Kelterungstechnologien und der langjährigen Erfahrung seines Önologen sorgt der ausgebildete Sommelier dafür, dass jeder einzelne Wein seine besondere Trauben-Typizität bewahrt und gleichermaßen Nase und Gaumen überzeugt. Er versucht regionaltypische Rebsorten zu besetzen, die wie der Raboso Piave zu den ältesten Italiens zählen. Bei außergewöhnlich guten Jahrgängen werden Weine sogar aus handgelesenen Trauben gewonnen und dann in die Linie „Rechsteiner Riserve“ aufgenommen. „Das sind unsere Champions, wie zum Beispiel der „Dominicale Rosso“, eine Cuvée aus 85 % Merlot und 15 % Cabernet Sauvignon. Dieser Wein verbindet die Samtigkeit eines drei Jahre in Eichenfässern gereiften Merlots mit dem würzigen Charakter eines vollen Cabernets – eine ganz großartige Kombination!“ Da wundert’s nicht, dass der passionierte Winzer schon viele Prämierungen eingeheimst hat.

„Ich sehe Wein als Kulturgut, nicht als Massenprodukt. Wein ist Natur. Wein ist Geschichte. Wein ist Philosophie. Wein ist Genuss!“ sinniert der 40-Jährige, der so sehr liebt, was er tut. „Ich bin stolz auf unsere Familiengeschichte und empfinde es als wahnsinniges Glück, dieses Weingut führen zu dürfen“. Sein Bruder und die Schwester schlugen andere Lebenswege ein, doch schon von klein auf mit Wein befasst. Studierte BWL in Bamberg, lebte eine Weile in Deutschland, in Barcelona, in Chile, immer mit dem Fokus auf Wein. Jetzt begleitet er alle Prozesse des Weinbetriebs von der Pflanzung bis zur Ernte, vom Marketing bis zum Verkauf. „Wein ist halt mein Lebens- elixier!“ Das Weingut Rechsteiner verfügt über eine großräumige Kellerei in der jährlich bis zu 360.000 Flaschen der renommierten DOC Weine Prosecco, Pinot Grigio, Chardonnay (Weißweine) sowie Cabernet, Merlot und Carmenère (Rotweine) gekeltert werden. „2017 war kein ertragsreicher aber qualitativ ausgezeichneter Jahrgang. Wir hatten einen guten, warmen Sommer und hatten alle Hände voll zu tun mit der Ernte. „2018 war wiederum sehr heiß und hat eine Menge abverlangt und 2019 war ein Jahrgang, mit dem wir rundherum zufrieden waren.“

 Abseits des Weines gehört die Musik zur Familientradition. Daher finden auf dem Weingut regelmäßig Musik-Events statt. Mal mit Klavier, mal mit klassischer Gitarre oder Querflöte. Die Konzerte sind in der ganzen Umgebung sehr beliebt und magische Anziehungspunkte. Auch der „Agriturismo“ ist sehr gefragt. In einem liebevoll renovierten alten Bauernhaus, umgeben von Feldern und den Weingärten, befindet sich das Agriturismo. In diesem Gästehaus verbindet sich der Charme des Alten mit der Annehmlichkeit des Modernen. Im Erdgeschoss des ehemaligen Wohnhauses befindet sich das Restaurant mit dem für die Gegend typischen Feuerplatz. Die zehn Gästezimmer und fünf Apartments sind individuell und landestypisch eingerichtet. Der ursprüngliche Stall ist in einen hellen Saal für größere Festivitäten umgebaut worden. Hier finden viele Hochzeiten statt, und der Gastgeber lässt es sich nicht nehmen, den Gästen eine Führung durch den Park und den Weinkeller anzubieten und bei der kulinarischen Wahl der Gerichte und Weine mitzuwirken.

„Es gibt doch nichts Schöneres, als eine wunderbare Feier mit einem herrlichen Essen und einem vollmundigen Glas Wein abzurunden!“ Und diese Zeiten werden denn auch wieder nach Corona kommen, ist sich Florian sicher.

 

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